Selbsthilfegruppe Bipolar-Berlin

Selbsthilfegruppe Bipolar-Berlin

Willkommen bei Bipolar-Berlin

die Selbsthilfegruppe Bipolar-Berlin besteht seit Ende der 1990er Jahre ist seit 2009 für Bipolar-Erfahrene (Betroffene) UND Angehörige offen
Bis Ende 2008 war die SHG nur für Bipolar-Erfahrene (Betroffene) zugänglich.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir gegenseitig viel voneinander lernen können. Wir können die andere Seite besser verstehen und empathischer aufeinander zugehen, wenn wir auch die Geschichten anderer Menschen, die wir bisher nicht kannten, hören.

"Himmelhochjauchzend - Zu Tode betrübt", "ich könnte Bäume ausreißen", "ich fühle mich wie gelähmt", ...
die "Achterbahn der Gefühle" kennt fast jeder aus seinem Leben.
Bei Menschen mit Bipolaren Störungen regulieren sich diese Empfindungen jedoch oftmals nicht von selbst und sind um ein Vielfaches von dem potentiert, was gesunde Menschen empfinden und erleben.
Es kommt zu belastenden Lebenseinschränkungen, die einen normalen Tagesablauf nicht mehr gewährleisten und nicht selten unmöglich werden lassen.
Nicht selten müssen bipolar erkrankte Menschen ins Krankenhaus, weil sie, bedingt durch das Krankheitsbild, sich selbst und andere gefährden.

Das stellt oft eine enorme Belastung für das gesamte soziale Umfeld, isb. für die Familienmitglieder dar.

Selbsthilfegruppen etablieren sich zunehmend mehr in unserer Gesellschaft. Immer mehr Ärzte, Therapeuten und auch Krankenhäuser empfehlen Selbsthilfegruppen an ihre Patienten weiter.
Durch ähnliche Lebensumstände in einer gleichen Gesellschaft können in Selbsthilfegruppen Erfahrungen weitergegeben werden. Durch die Gleichheit entsteht Authentizität. Dadurch widerum kann eine größere ggs. Akzeptanz entstehen.

Wir verstehen uns nicht als Ersatz herkömmlicher Hilfs- und Versorgungsangebote sondern als Ergänzung.
Es sollen keine medizinischen Ratschläge erteilt werden hinsichtlich von Medikamenten und sonstiger Therapien. Wir versuchen aufgrund von Erfahrungsaustausch eigene Strategien zur Selbsthilfe zu entwickeln, für uns zu nutzen und an andere weiterzugeben.

Die Selbsthilfe versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe.

Ziel ist es, dass so viel Selbstbewusstsein entwickelt wird, dass wir bei der Behandlung gleichwertig mitreden können, denn wir wollen mitreden dürfen.
Außerdem lernen wir persönliche Strategien zu entwickeln, um Frühwarnzeichen und -symptome rechtzeitig zu erkennen und eigenverantwortlich gegensteuern zu können.

Da die Bipolare Störung sehr komplex in all ihren Facetten ist und sich bei jedem, isb. auch in den Frühwarnsymptomen anders zeigen kann, versuchen wir, die Individualität eines jeden Einzelnen zu berücksichtigen.

Wichtig ist es, nicht nur die durch die Krankheit entstandenen Defizite zu erkennen und zu beheben sondern auch die in Phasen oft noch vorhandenen aber nicht mehr oder nur noch schwer abrufbaren Ressourcen.